Rückblick: Stadträume – Aneignung und Intervention
Vorträge und Workshops
Öffentlicher (Stadt)Raum wird von allen Seiten beansprucht.
Investoren, Stadtplanung, Verwertungseffizienz, Sicherheitsansprüche und Einzelinteressen zerren an den Räumen und Rechten des städtischen Kollektivs. In letzter Zeit ist aber ein neuer Anspruch der Selbstbestimmung spürbar. Neue urbane Praktiken der Aneignung, Teilnahme und Mitgestaltung werden erforscht, stereotype Nutzungspraktiken aufgebrochen, Grenzen verschoben, Lücken erobert, das Gestaltungspotenzial des Stadtraums wird neu verhandelt. Von der minimalen künstlerischen Intervention bis hin zum sozialen Nachbarschaftsprojekt - immer spürbarer wird eine Kultur des urbanen Handelns, die - eingebunden in das Alltägliche - dazu auffordert den öffentlichen Raum neu zu erobern, ihn sich anzueignen, Verantwortung dafür zu übernehmen. Spontan oder langfristig. Nomadisch oder dauerhaft.
Die Bäckerei startete im Herbst 2011 die Veranstaltungsreihe workspaces zum Thema "Stadträume – Aneignung und Intervention". In verschiedenen Formaten wurde die Thematik des öffentlichen Raums, der spürbare Anspruch der Selbstbestimmung und die neuen urbanen Praktiken der Aneignung, Teilnahme und Mitgestaltung vorgestellt, diskutiert, praktisch erprobt und in einer abschließenden Ausstellung präsentiert.
An zwei Terminen wurden KünstlerInnen / ArchitektenInnen / StadtforscherInnen aus London, Berlin und Rotterdam eingeladen ihre Projekte vorzustellen und mit Kulturschaffenden vor Ort und interessierten StadtbenützerInnen in einem Workshop zum Thema zu arbeiten. Die in den Workshops entstandenen Arbeiten wurden in einer Ausstellung im Rahmen der Premierentage 2011 gezeigt.
Konzeption: Die Bäckerei mit Birgit Brauner und Nicola Weber


