ABGESAGT: Das experimentelle Vorabendprogramm#3: MAI MAI MAI (IT) • Lukas Moritz Wegscheider

Freitag 13.3. 20:00

Willkommen zum experimentellen Vorabendprogramm, dem Format für nicht alltägliche Sounds.

MAI MAI MAI (IT)

one-man project, zwischen schwerfälligen Soundscapes und heftigen Drones. Kreative Tanzmoves sind erlaubt, ansonsten schweres Kopfnicken oder sich von den Noise Frequenzen in eine andere Welt tragen lassen. Slow Sonic Warfare aus Süditalien.

In seinen Entwicklungsjahren bereiste Toni Cutrone aka Mai Mai Mai mit seinen Eltern Europa und den Nahen Osten und landete in Süditalien. Während dieser Zeit assimilierte Cutrone die verschiedenen Kulturen, Atmosphären und Klänge der Orte, an die er unfreiwillig gebracht wurde. Die Empfindungen und Geräusche, die er in dieser Zeit erlebte, waren intensiv genug, um unauslöschliche Spuren in der Musik zu hinterlassen, die er seitdem gemacht hat. Aber auch die langjährige Erfahrung von Cutrone im italienischen Untergrund hat unweigerlich eine bedeutende Rolle gespielt.

Alle Cutrone-Veröffentlichungen als Mai Mai Mai wurden bisher nach Buchstaben aud dem griechischen Alphabet benannt, angefangen mit Theta (Boring Machines, 2013) und gefolgt von Δέλτα (Delta) (Yerevan Tapes, 2014) und Φ (Phi) (Not Not Fun Records / Boring Machines, 2017) Mit jedem dieser Projekte, die später als „mediterrane Trilogie“ zusammengefasst wurden, hat der römische Noise-Experte Cutrone eine giftige, strafende und miasmische elektronische Musik entladen, die einen Höhepunkt lebendiger, interzonaler Synthese erreicht hat und verbranntes Ritual auf der letzten Tranche der Trilogie Φ.

***

Lukas Moritz Wegscheider ist ein Komponist für elektronische Musik, Klangkünstler und Fotograf aus Innsbruck, Österreich. Derzeit studiert er an der Universität für darstellende Kunst in Graz.
Als Künstler, sei es musikalisch oder visuell, setzt sich Lukas Moritz Wegscheider mit Nostalgie und Melancholie auseinander. Er schafft persönliche Erinnerungen aus unpersönlicher Sicht, indem er einen ästhetisch „verschwommenen“ Eindruck hinterlässt.
Mit seinen Tape-Loop-Performances möchte er Raumatmosphäre, Nostalgie, Melancholie und das hauntologische Phänomen in den Mittelpunkt stellen.
Die endlosen Wiederholungen schärfen die akustische Wahrnehmung und ermöglichen die Entdeckung neuer Klangereignisse. Dieses Bild wird verzerrt und verschwommen, bis der Fokus auf der Verzerrung und der Unschärfe selbst liegt.
Einflüsse der Minimal Music und der Ambient Music verbinden sich dabei mit der Atmosphäre der Hauntology-Theorie und der Lo-Fi-Ästhetik.

Eintritt: 5/7/9 (nach eigenem Ermessen)

https://maimaimai.bandcamp.com/

lukasmoritzwegscheider.com