Vortrag: Ist Sexarbeit Arbeit? (und wenn ja, welche?)

Dienstag 3.3. 19:00 Uhr

Die Beratungsstelle iBUS und die Veranstaltungsreihe Wie Wir Leben Wollen laden zu einem spannenden Abend ein:

Am 3. 3. 2020 – dem Internationalen Tag für die Rechte von Sexarbeiter*innen – referiert die marxistische Sexarbeiterin Mademoiselle Ruby über die widersprüchliche Einstellung des Marxismus zu Sexarbeit. Ausgangspunkt ihres Impulsvortrags wird das Zitat von Marx sein: "Prostitution ist nur ein besonderer Ausdruck der allgemeinen Prostitution des Arbeiters".

Ist Sexarbeit Arbeit? Sind Sexarbeiter*innen Teil der Arbeiter*innenklasse?

Nach ihrem Impulsvortrag wollen wir am Podium diskutieren, warum das Thema Sexarbeit auch für österreichische Parteien und Gewerkschaften so schwierig ist.

Warum ist Sexarbeit in Österreich nicht als Gewerbe anerkannt obwohl sie das „älteste Gewerbe der Welt“ ist? Sind Kämpfe von Sexarbeiter*innen Arbeitskämpfe? Warum gibt es in Österreich keine gewerkschaftliche Organisation von Sexarbeiter*innen?

Am Podium diskutieren dazu ein Vertreter von sexworker.at, ein Arbeitsrechtsexperte des ÖGB und die Juristin und ehemalige Soziallandesrätin Christine Baur.

Mademoiselle Ruby ist Sexarbeiterin in Deutschland im BDSM-Bereich. Als Aktivistin beschäftigt sie sich zudem mit Feminismus, Internationalismus und der Geschichte der Hurenbewegung.

Christian Knappik ist der gewählte Sprecher des Forums sexworker.at, welche als Selbstorganisation fungiert. Er war schon mehrere Male bei uns auf Besuch und begeistert immer wieder seine Zuhörer.

Christine Baur ist Juristin, ehemalige Tiroler Soziallandesrätin (Die Grünen) und eine Vorstandsfrau des AEP.

Marc Deiser ist Arbeitsrechtsexperte beim ÖGB Tirol.


Diese Veranstaltung wird im Rahmen des von der TKI open 19 geförderten Projektes "Sex Publica" veranstaltet.

Eintritt frei!