"Misplaced Women? Performance-Kunst-Werkstatt im öffentlichen Raum"

Freitag 11.5. - Sonntag 13.5.

Outdoor Performances an verschiedenen öffentlichen Plätzen in Innsbruck:
Freitag nachmittags, Samstag morgens, mittags und am frühen Nachmittag.

Teilnehmerinnen/Performerinnen Tanja Ostojic, Darija Davidovic, Linda Fulterer, Annamária Nagy, Philippa Denton, etc.

Öffentliche Präsentation in der Bäckerei:
Sonntag, 11-13 Uhr.

Über das Projekt:
Misplaced Women? ist ein Kunstprojekt von Tanja Ostojić bestehend aus Performances, Performance-Serien, Werkstätten und delegierten Performances, das seit 2009 läuft und Beiträge internationaler Künstler_innen, Student_innen, und Menschen mit verschiedenen Hintergründen beinhaltet. Im Kontext des Projekts verkörpern und inszenieren wir einige der alltäglichen Aspekte, welche Formen der Vertreibung charakterisieren, die Durchreisenden, Migrant_innen, Kriegs und Katastrophenflüchtlingen ebenso vertraut sind wie nomadischen Künstler_innen, die um die Welt reisen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Performances behandeln bleibende Themen von Migrations- und Machtbeziehungen, wie sie den mobilen, vor allem den weiblichen Körper betreffen, ein Aspekt, der bereits in diversen früheren Arbeiten von mir behandelt wurde.

Über die Workshop-Leiterin:
Tanja Ostojić (*1972) ist eine renommierte interdisziplinäre Performance-Künstlerin, die in Jugoslawien geboren wurde und seit 2003 in Berlin lebt. Ihre Werke beschäftigen sich vor allem mit Feminismus und Migrationspolitik. Sie bezieht sich selbst als Figur in ihre Performances ein und benutzt diverse Medien in ihren künstlerischen Recherchen, um soziale Konfigurationen und Machtverhältnisse zu untersuchen. Sie arbeitet vor allem aus der Perspektive einer Migrantin – innerhalb spezifischer sozialer Kontexte –, wobei die politische Positionierung sowie die Inklusion der Betrachter_innen die Ansätze ihrer Arbeit definieren. Seit 1994 hat sie ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen, Festivals und Veranstaltungen in der ganzen Welt präsentiert. Sie hat Vorträge, Vorlesungen und Seminare gegeben sowie Workshops bei akademischen Konferenzen und in Kunstuniversitäten in Europa und Amerika abgehalten.

Über den Workshop:
Das Misplaced Women? Projekt beinhaltet das Auspacken des eigenen Koffers, einer Plastiktüte, Handtasche oder Ähnlichem im öffentlichen Raum, eine Handlung, welche für die Erfahrung der Vertreibung steht, die den Alltag von Migrant_innen, Durchreisenden, Obdachlosen sowie Kriegs- und Katastrophenflüchtlingen bestimmt. Die Werkstatt zielt darauf, die Teilnehmer_innen mit diesen Themen vertraut zu machen und zu Diskussionen und Interventionen in den unterschiedlichen öffentlichen Räumen anzuregen. Der erste Teil der Werkstatt besteht aus einem Zusammenkommen, bei dem sich die Teilnehmer_innen über ihre individuellen Erfahrungen und die Ziele des Projekts austauschen und informieren können. Während des zweitens Teil werden die Teilnehmer_innen dazu ermutigt und dabei unterstützt, Live-Performances und Interventionen in den Straßen und Parks von Innsbruck zu veranstalten. Die öffentlichen Performances werden professionell fotografisch dokumentiert. Die Resultate des Workshops werden am dritten Tag in der Bäckerei, der Öffentlichkeit präsentiert. Alle Teilnehmer_innen sind dazu eingeladen, aktiv an dieser Präsentation und der im Anschluss daran stattfindenden Diskussion teilzunehmen. Die Dokumentation sowie die gesammelten Notizen und Reflexionen vom Workshop werden editiert und auf der Webseite des Misplaced Women?-Projekts veröffentlicht. 

 

Termin: 11.–13. Mai 2018