Das Team

Christoph Grud

Ausgebildeter Architekt, Gründer der Bäckerei – Kulturbackstube, passionierter Netzwerker und an sich selbst Ausprobierer, lebt mit Leib und Seele den Kooperations-Gedanken. Christoph hat sich beim Aufbau der Bäckerei fundierte Kenntnisse zur ressourcenschonenden Restaurierung von leerstehenden Gebäuden angeeignet.

Christoph über sich selbst und seine Motivation:

„Die Diplomarbeit zum Thema „offene Räume“ hat dazu beigetragen das Konzept und die Bäckerei-Kulturbackstube 2009 ins Leben zu rufen. Erst durch den Bau und Betrieb dieser Einrichtung und die Reflexion der Arbeitsprozesse darin konnte ich die Erfahrung sammeln auf die ich heute zurückgreife.
Die praktische Arbeit in der Bäckerei hat mir gezeigt wie wichtig Netzwerke und die damit verbundene Pflege ist. Diese Netzwerke haben dazu geführt lokale Schlüsselfiguren auszumachen und kennenzulernen, die dafür notwendig sind die Projekte die aktuell mit dem Institut für Unsicherheit einhergehen überhaupt erst mit diesen Partnern starten zu können.

Meine persönliche Herangehensweise ist wie oben schon erwähnt eher eine praktisch orientierte, die auf Erfahrung und Reflexion aufbaut. Erst die Möglichkeit mich selbst als Versuchsobjekt im realen Leben, sprich, meiner Arbeit zu verwenden bringt mir den Erfahrungsschatz den ich benötige um diesen dann in Bedürfnisse und Motivationen von ganz unten übersetzen zu können. Dieser Bottom Up Zugang kann dann im Netzwerk nach oben transportiert und mit den geeigneten Partnern kooperativ weiterentwickelt werden. Weiters hat diese Möglichkeit, die Erfahrungen aus diesem offenen Raum und auch aus den gemachten Fehlern zu beziehen, erst meine Entwicklung zum heutigen Wissensstand ermöglicht. Dies ist auch die persönliche Motivation um mich derart mit dem Thema Innovation und sozialer Innovation im speziellen auseinanderzusetzen und die Netzwerkarbeit und die daraus entwickelte kooperative Arbeitsweise aus tiefster Überzeugung voranzutreiben und mit anderen zu teilen.“

 

Johanna Huter

Kulturschaffende, Yogalehrerin, Hirtin. Hat Vergleichende Literaturwissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Universität Innsbruck studiert. Arbeitet meist mit und im Theater und war einige Zeit als Regie-, Dramaturgie- oder Projektassistentin tätig. Derzeit liegt ihr Fokus in der Theaterpädagogik. 2012 hat sie den Verein KUNSTtransPORT mitbegründet, in dem sie in unterschiedlichen Projekten als Organisatorin und Kuratorin von Veranstaltungen mit Schwerpunkt Transmedialität, in der Pressearbeit sowie in der Kulturvermittlung tätig ist. Seit 2013 ist sie aktives Vorstandstätigkeit bei den Tiroler Kulturinitiativen (TKI); 2015 erhielt sie das Start Stipendium für Kulturmanagement vom BMUKK das sie in die Bäckerei Kulturbackstube führte. Nicht nur um ihren theoretischen Ansätzen konsequent treu zu bleiben, arbeitete sie im Sommer als Hirtin auf der Alm. Was diese unterschiedlichen Tätigkeiten verbindet? Der Wunsch, Akteur*innen einen Raum zu geben sich und ihre Umwelt aktiv zu verändern.

 

Florian Ladstätter

sehr bald Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Seit vier Jahren Mitarbeiter der Bäckerei. Hat sich vom Finanzchef über den Coworking-Betreuer bis zum Hausmeister hochgearbeitet. Ist in Forschungsprojekte im Bereich Entrepreneurship involviert und will gern theoretische und praktische Arbeit verknüpfen.

Florian über sich und seine Motivation:

"Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und hab dann sofort mit dem Doktorat begonnen. Während meiner Doktoratszeit habe ich dann bei der Bäckerei begonnen. Was zuerst nur Teilzeit war, hat sich schnell zum Vollzeit Job als Finazchef entwickelt. Die Dissertation war dann auf Pause. In der Bäckerei gab es viel mehr zu lernen. Über die Jahre bin ich immer tiefer in die Bäckerei hineingewachsen. Internationale Vernetzung war eines meiner wichtigen Themen. Genauso wie die Zusammenarbeit zwischen Universität und Bäckerei. Erste wissenschaftliche Arbeiten aus dieser Zusammenarbeit werden gerade Publiziert. Das IfU ist jetzt der nächste große Schritt, das nächste Abenteuer."

 

Asolcija Mamaril

Hat Russisch studiert und ist dann glücklicher Weise in der Bäckerei gelandet. Ist jetzt Bäckerei Finanzchefin. Nebenher Lesben-Aktivistin.

Asolcija über sich selbst:

„Bevor ich in die Bäckerei kam, kannte ich nur auferlegte, erlernte Strukturen die allgemein erprobt und bekannt sind. Irgendwie wird einem ja schon früh vorbestimmt, wie das Leben so aussehen soll - Ausbildung, Arbeit, Heirat, Hausbau etc. und ja bis zur Pension aushalten!

Umso überraschter war ich, als ich zur Bäckerei kam. Je mehr ich das Haus, das Team, die Arbeits- und Umgangsweise kennen gelernt habe, desto mehr musste ich mir eingestehen, dass die Strukturen, die ich kannte eigentlich eh nicht so richtig für mich passen und es war tatsächlich ein „Eingestehen“, denn in dieser alten Denklogik gibt’s ja nur diese eine Struktur, übertrieben formuliert, scheitert man ja, wenn man in dieser einen Struktur nicht kann.... Aber es ist kein Scheitern. Es ist ein Wagen, ein Entdecken, ein Reflektieren, ein Sehen - was sonst noch geht, ein Erkennen - wozu man sonst noch so fähig ist.... Dies alles würde ich gerne auch für andere erfahrbar machen.“

 

Christian Murer

Pädagoge und ausgebildeter Supervisor und Coach. In der Bäckerei über Jahre hinweg für die Harmonie im Team zuständig. Christian ist Vater von 2 Kindern und befindet sich in einem Teilanstellungsverhältnis beim SOS-Kinderdorf als Familienberater. Christians jahrelanger Kontakt zur Bäckerei, seine Leidenschaft mit selbstverwalteten Kollektiven zu arbeiten und dem Wunsch Menschen in Kommunikations- und Veränderungsprozessen zu begleiten, bieten ihm im Institut geeignete Entfaltungsmöglichkeiten.

Christian über sich selbst:

"Ich arbeitete nach einer Ausbildung zum Chemieingenieur jahrelang in der Pharmaindustrie im Bereich Impfstoffentwicklung und entschied mich auf dem zweiten Bildungsweg für das Studium der Erziehungswissenschaften Studienzweig Medienpädaogik und Kommunikationskultur. Während des Studiums war ich am Institut für Erziehungswissenschaften als Studentischer Mitarbeiter in Lehre und Verwaltung tätig. Im Studium entdeckte ich meine Leidenschaft für Gruppendynamik und Zwischenmenschliche Kommunikation und besuchte den Universitätslehrgang der Universität Innsbruck zum Kommunikationsberater und schloss eine anerkannte Ausbildung zum Supervisor und Coach (DGSv, ÖVS) ab. Seit 2014 bin ich als Selbstständiger Coach und Supervisor im Raum Innsbruck tätig."